Ein absoluter Reinfall
Betreffend: Vorsemster Humanmedizin online (inkl. Vorbereitung auf HAM-Nat, TMS, Med-AT), laufend bis Ende Juli 2022
Die IFS Studentenkurse, zumindest das besagte Vorsemester, kann ich aus vielerlei Gründen absolut nicht weiterempfehlen. Bereits nach wenigen Tagen herrschte in unserer Lerngruppe von 9 "Studenten" einstimmig Unmut in Bezug auf den Kurs. Die Stimmung verschlechterte sich zunehmend, sodass dann fast jeder - u.a. mit Ausnahme von mir, weil ich mich zu dem Zeitpunkt nicht noch zusätzlich privat mit rechtlichen Streitigkeiten auseinandersetzen wollte – eine aufwändige Beschwerde verfasste. Nach den Rückmeldungen des Unternehmens herrschte dann noch größerer Unmut. Zu diesem Zeitpunkt wurde bspw. angemerkt:
- Dozenten kamen teilweise unentschuldigt nicht
- Dozenten lasen eher überwiegend "stumpf" von den Folien ab; ließen eigenständig die Skripte lesen
- Skripte waren größtenteils in schwarz / weiß gedruckt, sodass v.a. die Abbildungen der Anatomie nicht gut händelbar waren
- U.a. im TMS-Skript gab es einige Fehler, die laut Angaben eines Teilnehmers bereits im Kurs vorab aufkamen, somit wohl eher nicht angepasst wurden
Das Resultat war, dass am Unterricht nur noch sehr Wenige teilnahmen. Ich für meinen Teil habe bereits nach einer Woche entschieden, mir die Vorlesungen nicht mehr anzuschauen, sondern für mich alleine zu lernen. Leider hatten die Vorlesungen keinerlei Mehrwert für mich.
Richtig ärgerlich wurde es dann, als es zum heiß-ersehnten Praxisteil kam, der an zwei Tagen in Präsenz stattfindet. Hier wurden mehrere mögliche Städte aufgezählt, woraufhin ich mich für Düsseldorf anmeldete. In diesem Zuge buchte ich das Hotelzimmer, organisierte die Fahrt, reichte Urlaub ein. Etwa einen Monat später gab es dann – nach der zuvor bestätigten Anmeldung – die Info, dass der Standort aufgrund zu weniger Teilnehmer gestrichen würde. Durch die verbindliche Hotelbuchung, welche im Übrigen bereits bezahlt war, fragte ich, ob es Alternativen gäbe. Die Leitung teilte mir mit, dass eine (von mir angefragte) Onlineteilnahme eher nicht sinnvoll sei.
Nach langem Hin- und Her forderte ich einen Lösungsvorschlag, der schriftlich erfolgen sollte. Hier sicherte man mir zu, sich innerhalb einer eigens vorgegebenen Frist zurückzumelden. Wie von mir erwartet, geschah dies nicht.
Somit machte ich gestern ein Schreiben mit der Rückforderung meiner letzten gezahlten Rate (knapp 700,00€) fertig. Innerhalb kurzer Zeit erhielt ich dann die Rückmeldung, man könne mir lediglich anbieten, das Material für das Praximodul per Post zukommen zu lassen, sodass ich dann online teilnehmen kann. Alternativ biete man mir aus Kulanz (!) an, kostenfrei am nächsten Teil im Jahr 2024 teilzunehmen.
Völlig klar wurde zusätzlich kommuniziert, dass "keine weiteren Angebote oder Rückzahlungen" möglich wären.
Für mich ist dies vollkommen inakzeptable, sodass ich nun doch meinen Bekannten mit der rechtlichen Durchsetzung meines Anspruches "beauftragen" werde. Hierzu rate ich nun auch den übrigen Kursteilnehmern.
Zusammengefasst kann ich diesen Kurs und auch das Institut generell (aufgrund der meiner Meinung nach höchst unprofessionellen Kommunikation gegenüber der Kunden) überhaupt nicht weiterempfehlen.
Nachtrag 07.07.2022: Heute wurde mir eine Löschungsaufforderung (mit dem Zusatz „EILT“) weitergeleitet, die der vermeintliche Anwalt des Managements an Google (dort habe ich die Bewertung ebenfalls platziert) gesendet hat.
Nachtrag 08.07.2022: Nachdem ein MA der "Streitbeilegung" Kontakt zur außergerichtlichen Schlichtung aufnahm, erstatte das Unternehmen urplötzlich 1/4 der Gesamtsumme "aus Kulanz".
09.08.22: Am 04.08.2022 nahm ich per E-Mail Kontakt zum Geschäftsführer auf, der wohl unbedingt mit mir sprechen wollte, um die Sache aufzuklären. Leider geschah dies nicht. Meine übersachliche (juristisch geprüft) E-Mail enthielt eine Auflistung der Umstände, welche ich als Mängel empfinde, sowie eine Rückzahlungsforderung. Zudem sprach ich einige Unstimmigkeiten (bspw. in Bezug auf die Löschungsaufforderung meiner Bewertung) an. Prompt bekam ich eine Antwort, die mich wirklich schockiert hat. Der Geschäftsführer kündigte an, sich über seinen Anwalt bei meinem Arbeitgeber zu melden, von dessen geschäftlicher Adresse aus ich mit ihm kommunizierte, da ich "Droh-Emails" von der offiziellen E-Mail Adresse verschicken würde. Zudem warf er mir vor, meine E-Mail hätte "nur (...) Drohungen" enthalten und zudem würde er sich "Schadenersatzklagen" vorbehalten. Zumindest mit der Ankündigung, mein Arbeitgeber würde vom Vorstehenden in Kenntnis gesetzt werden, hat er für mich eine ganz klare Grenze überschritten!