Wissen ja- jedoch führt Muftiyah Krieg…
Wissen ja- jedoch führt Muftiyah Krieg gegen ihre Studentinnen (oder gegen sich selber?)
Ich habe seit Juli 2022 an der Madrasah Aisha studiert und gehörte damit zur ersten Gruppe von Studentinnen. Ursprünglich war ich sehr begeistert von der Einrichtung und habe sogar andere Schwestern motiviert, dort ebenfalls zu studieren. Umso enttäuschender war meine Entwicklung der letzten Jahre.
Ich habe dreieinhalb Jahre im deutschsprachigen Alimiyyah -Studium studiert, das auf sechs Jahre angelegt war. Nach meinem Verständnis sollten nach dem ersten Abschnitt (nach etwa zwei Jahren) Zertifikate ausgestellt werden. Obwohl ich alle Prüfungen abgelegt habe, habe ich bis zu meinem Austritt kein Zertifikat erhalten. Statt klarer Kommunikation gab es aus meiner Sicht über lange Zeit nur Vertröstungen.
Auch organisatorisch habe ich viele Schwierigkeiten erlebt. Teilweise wurden Kurse trotz Einschreibung nicht rechtzeitig freigeschaltet, neue Inhalte und Videos verzögerten sich, wodurch sich der Studienverlauf immer weiter nach hinten verschoben hat. Gleichzeitig liefen die Studiengebühren weiter, obwohl Leistungen aus meiner Sicht nicht im erwarteten Umfang erbracht wurden.
Was mich jedoch am meisten enttäuscht hat, war der zwischenmenschliche Umgang. Ich habe mehrfach erlebt, dass Studentinnen im Live-Unterricht oder vor anderen öffentlich kritisiert oder bloßgestellt wurden. Mein persönlicher Eindruck war, dass Kritik an der Leitung nicht gut angenommen wurde und Konflikte häufig nicht vertraulich, sondern öffentlich angesprochen wurden. Das hat nach meiner Wahrnehmung bei einigen Studentinnen zu erheblicher emotionaler Belastung geführt.
Ich selbst habe über längere Zeit positive Rückmeldungen erhalten und wurde sogar öffentlich als engagierte Studentin hervorgehoben – obwohl ich mir diese öffentliche Aufmerksamkeit nicht gewünscht hatte. Später kam es aus meiner Sicht ohne nachvollziehbare Kommunikation zu einem deutlichen Wandel im Umgang mit mir.
Zusätzlich durfte ich als fortgeschrittene Studentin zeitweise einen Arabisch-Lesekurs unterrichten – ein Projekt, das ich selbst mit angestoßen hatte. Nach mehreren Unterrichtseinheiten wurde mir diese Aufgabe jedoch ohne vorheriges Gespräch oder transparente Rückmeldung wieder entzogen, obwohl ich zuvor positives Feedback erhalten hatte. Auch das habe ich als enttäuschend und wenig wertschätzend erlebt.
Am Ende habe ich mich – trotz Anmeldung zu externen Prüfungen und der Möglichkeit weiterzustudieren – bewusst entschieden, die Madrasah zu verlassen und an einem anderen Institut in sha Allah weiterzumachen.
Ich möchte betonen: Meiner Meinung nach ist Wissen vorhanden und ich erkenne die Bemühungen an, Wissen zu vermitteln. Gleichzeitig habe ich persönlich große Defizite in Organisation, Kommunikation und Führung erlebt. Deshalb kann ich die Madrasah Aisha auf Grundlage meiner eigenen Erfahrungen leider nicht weiterempfehlen.
Ich wünsche allen Beteiligten dennoch alles Gute - möge Allah weiterhin das Wissen segnen, welches vermittelt wird, ich bitte Allah swt uns allen zu vergeben, und rechtzuleiten, und hoffe auf positive Entwicklungen für zukünftige Studentinnen.








